Googles Navigations-Lösung

Geschrieben von Bodo am 28. Oktober 2009

Google hat heute eine Navigations-Lösung für Android 2.0 vorgestellt. Und diese Navi-Software ist komplett kostenlos. Keine große Sache? Nicht, wenn man hinter die Kulissen schaut.

Woher kommen Kartendaten?

Es gibt eigentlich nur 2 Firmen für Kartendaten. Eine gehört Tom Tom und die andere ist in der Hand von Nokia. Daneben gibt es noch ein paar weitere kleinere Firmen, aber die spielen eigentlich keine Rolle. Google hat diese Daten für teuer Geld lizenziert um die dann bei sich im Google Maps anzeigen zu können. Bei der Lizenzierung wurde aber die routenbasierte Navigation strikt ausgeschlossen. Tom Tom und Co. verkaufen dieses “Feature” nur gegen einen massiven Aufpreis, wenn die das überhaupt machen. Man will sich ja nicht selber das eigene Geschäft kaputt machen. Das ist der Grund, warum Google dies bis jetzt nicht anbieten konnte in Google Maps.

Aber wie kann Google das nun doch anbieten?

Ganz einfach: Für Google Streetview musste man ja eh alle Straßen der USA abfahren. Da hat man dann stumpf gleichzeitig eigene Kartendaten erzeugt. Und wenn man nun auf Google Maps mal die (c)-Angabe des US-Kartenmaterials anschaut, findet man nur noch ein (c) von Google. Google besitzt nun also eigene Kartendaten für die USA und wahrscheinlich große Teile von Europa und Japan.

Kein Wunder, das die Aktien für alle Navi-Firmen in den Keller gegangen sind heute. Wenn die sich nicht schleunigst was neues ausdenken, werden die massive Probleme haben. Google wird ansonsten deren Geschäftsmodellen mittelfristig schaden zufügen.

Und nu?

Ich frage mich jetzt allerdings, ob und wann Google die Navi-Lösung auch für das iPhone anbieten wird. Da gibt es Hinter den Kulissen bestimmt noch ein paar Grabenkämpfe mit Apple. Apple hat nämlich selber vor ein paar Wochen eine kleinere Firma mit Kartenmaterial der USA gekauft und könnte damit theoretisch auch eine eigene Navi-Software erstellen. Und Apple hat eine Google-Maps iPhone-App von Google abgelehnt, genauso wie die Google Voice iPhone App. Da wachsen zwei neue Erzfeinde heran.

Was macht Microsoft in der zwischenzeit ? Smile and wave…just smile and wave. Und schön in die Versenkung der IT-Geschichte verschwinden.

Top-5 iPhone Apps

Geschrieben von Bodo am 24. Oktober 2009

Von ein paar Tagen hat der Jan mir ein Blog-Stöckchen weitergegeben. Und jetzt gibt es hier mal eine kurze Liste meiner Lieblings-iPhone-Apps.

Im Grunde kann ich gar nicht mehr ohne mein iPhone. Wenn ich auf eine Karte schauen muss, etwas bestimmtes nicht weiß oder mir langweilig ist in der U-Bahn: sofort wird das iPhone gezückt und draufgeschaut. Extrem praktisch, immer Internet dabei zu haben.

Allerdings ist das bei mir keine Top-5 geworden, sondern eine Top-8 :D .

Einkaufsliste – Macht, was der Name schon suggeriert : eine hübsche Einkaufsliste. Man kann mehrere Listen verwalten und die Eingabe ist sehr gut gelöst. So hab ich nie wieder etwas vergessen, was ich noch einkaufen musste :) .

Tankbuch – Ich fahre zwar nur noch kaum mit meinem Auto, aber den Verbrauch will ich schon noch immer wissen :) .

Shazam – Welches Lied läuft da gerade? Kein Problem. Shazam gestartet und schon weiß man es. Allerdings geht das nur, wenn nicht zu viele Nebengeräusche vorhanden sind.

Facebook – Immer auf dem Laufenden beim Facebook-Stream. Für Twitter nutze ich meine eigenen Home-Brew-Webseiten-Lösung :D .

Qype Radar – Wo gehen wir essen? Was kann man hier in der Gegend noch so machen? Sehr gut um schnell einen Überblick zu bekommen.

Dropbox – Wenn ich ein paar PDFs lesen will in der U-Bahn geht nix über Dropbox. Einfach auf dem eigenen Rechner in den Dropbox-Ordner schieben und schwups kann man darauf auch auf dem iPhone zugreifen.

Canabalt – Danach bin ich süchtig. Es gibt auch eine Flash-Version dieses Spiels.

Safari – Dazu muss man wohl nix sagen :) .

Jetzt bin ich gespannt, ob der Hendrik schon eine Liste an Apps für sein Android hat :) .

Neues Smartphone

Geschrieben von Bodo am 24. Juni 2009

Kleine Durchsage an alle: schmeißt meine alte Handy-Nummer weg. Ich habe jetzt eine neue. Wenn Ich die euch noch nicht gegeben habe, meldet euch bei mir, ich schicke diese dann an euch.

Tschüss Dumbphones, hallo Smartphone :)

Android SDK vs iPhone SDK

Geschrieben von Bodo am 12. August 2008

Ich habe mir in den letzten Wochen ein bisschen das iPhone SDK und das Android SDK angesehen. Das iPhone sollte jedem bekannt sein. Android ist sozusagen die Antwort von Google darauf.

Hier mal eine kleine Pro/Contra-Liste für beide SDK’s:

iPhone SDK

Pro:

  • iPhone ist eine sehr hübsche und einfach zu bedienende Plattform
  • Nette Entwicklungsumgebung
  • GUI zum schnellen und einfachen Erzeugen von Oberflächen
  • Zentrale Plattform zum Anbieten eigener Applikationen

Contra:

  • NDA, d.h. man darf nicht einmal seine eigenen Sourcen offen legen, da man damit gegen die Verschwiegenheitsbestimmungen von Apple verstößt
  • Programme können nur durch den AppStore oder einen komplizierten Beta-Prozess auf andere iPhones verteilt werden
  • Um eigene Anwendungen entwickeln und testen zu können muss man mindestens 99$ zahlen
  • Das iPhone gibt’s nur bei T-Com, und da werde ich *definitiv* nicht Kunde

Android SDK

Pro:

  • Applikationen haben alle Rechte auf dem Gerät, man ist nicht künstlich beschränkt durch das Betriebssytem
  • Die Plattform ist komplett offen
  • Java-Entwickler müssen sich kaum umstellen, Eclipse und IntelliJ können genutzt werden

Contra:

  • Keine echte Hardware vorhanden momentan
  • Noch kein AppStore angekündigt, aber das kann sich ja auch ändern ;)
  • Keine schöne GUI zum Erzeugen von Oberflächen, aber das ist man ja von Java gewöhnt :)
  • Momentan sind nur Geräte von Herstellern angekündigt, von denen man keine gute Usability gewohnt ist, aber das kann ja auch an Windows CE liegen ;)
  • Eventuell problematische Batterielaufzeit wg. der massiven Anzahl an möglichen Background-Prozessen von Applikationen

Ich persönlich werde auf jeden Fall Android weiter beobachten und mir die Geräte ansehen, die bis Ende des Jahres auf den Markt kommen. Alleine durch das Vorhandensein von Android wird Apple gezwungen sein, sein iPhone weiter zu öffnen.

Nokia und Sony haben jahrelang nur relativ heftigen Mist produziert. Das SDK von Symbian ist eine Katastrophe, Java Mobile (J2ME) ein Witz (super langsam, man muss die Applikationen an jedes Handy einzeln anpassen) und Usability-Experten haben beide anscheinend nie wirklich beschäftigt. Jedenfalls wirkt es so, wenn man die Oberflächen mal neben ein iPhone hält. Der Schock der Branche beim Start des iPhones war heilsam für alle. Aus der Usability-Starre sind mittlerweile hoffentlich auch die letzten aufgewacht.

Wenn jetzt ein hübsches Gerät auf Basis von Android ohne Vertragsbindung auf den Markt kommt inkl. einer Navigations-Lösung, greife ich direkt zu. Und den TV-Browser portiere ich dann auch noch, sollte ich da Zeit für finden.

Erster iPhone Werbespot

Geschrieben von Bodo am 26. Februar 2007

Während der Oskar-Verleihung gab’s den ersten Apple iPhone-Werbespot:

*sabber* ;)


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