Build-System-Informationssystem

Geschrieben von Bodo am 23. September 2008

In einigen Blogs finden sich lustige Ideen, um den aktuellen Status der Quelltexte zu visualisieren.

Mit Hilfe von Hudson sollte sowieso jeder mindestens täglich die Software erzeugen und testen lassen. Den Status nur versteckt auf einer Webseite und in EMail-Postfächern anzugeben reicht aber manchmal nicht. Um dem ganzen richtig Nachdruck zu verleihen sollte man das einfach mit Lampen im Flur darstellen.

Zum Glück kann man Hudson recht einfach erweitern und diese Funktionalität hinzufügen. Bei Last.fm gbt es neben den 3 Bären für den Status des Quelltextes auch noch zusätzlich eine hübsche analoge Anzeige für die Last auf den Webservern…die Möglichkeiten sind also schier endlos :) .

So etwas zu basteln sollte nicht zu schwer sein. Man braucht eigentlich nur ein USB-Interface mit dem dazugehörigen Linux-Treibern. Mit ein paar Zeilen Code kann man so die 8 digitalen und 2 analogen Ausgänge mit Daten befüttern.

i-Blue 747 mit Mac und Linux nutzen

Geschrieben von Bodo am 12. Juni 2008

Ich habe gestern endlich meinen GPS-Tracker bekommen. Nach ein bisschen googlen und experimentieren habe ich den i-Blue 747 auch unter Mac und Linux zum laufen gebracht.

Um den Tracker zu nutzen, muss einfach der Treiber “CP210x USB to UART Bridge “ installiert werden. Unter Ubuntu ist der Treiber praktischerweise schon mit im Kernel integriert.

Danach zuerst den Tracker in den Modus “Navigation” stellen und dann mit dem PC verbinden. Das Betriebssystem legt dann ein neues serielles Device an, das man mit unterschiedlicher Software ansteuern kann.

Alternativ müsste das ganze auch per Bluetooth funktionieren, dann muss man das Gerät per Bluetooth verbinden und ein serielles Device dafür anlegen.

Jetzt muss man nur noch die Daten von dem Tracker runterladen. Momentan nutze ich dafür die Test-Version von Mac Travel Recorder. Leider ist die Software weder stabil noch billig. 49$ für etwas, das alle paar Minuten abstürzt, müssen ja nicht sein. Alternativ gibt es noch eine Java-Anwendung namens MTK GPS Datalogger Device Control. Leider ist diese sehr hässlich und unübersichtlich. Aber ich plane gerade, den Kern der Anwendung zu nehmen und darauf eine wirklich schöne Swing-Anwendung aufzusetzen.

Nachdem man die Daten dann aus dem Gerät geladen hat, kann man diese nach GPX konvertieren und dann in allen möglichen Anwendungen nutzen.

Momentan nutze ich die Daten für JOSM und für Lightroom. Für Lightroom gibt es nämlich ein schönes Plugin namens Geotag Lightroom Plugin, mit dem man die Photos anhand des Datums mit einem GPS-Track verbinden kann.

Meine ersten Erfahrungen mit Ubuntu

Geschrieben von Bodo am 17. Mai 2008

Vor ein paar Tagen habe ich mich ja entschlossen, Ubuntu zu installieren und ich muss sagen: ich bereue es bis jetzt nicht.

Gnome ist zwar auch nicht perfekt, aber besser als das, was ich von Kde 4 bis jetzt gesehen habe. Keine Panik, KDE4.1 werde ich Ende des Jahres nochmal eine Chance geben, es ist ja in einem meiner Stapel gelandet ;) .

Was ich zum Beispiel nicht wirklich 100%ig mag, ist der Ansatz, wichtige Einstellungen zu verbergen. Die Gnome-Leute haben bei den sinnvollen Default-Werten für alle möglichen Einstellungen gute Arbeit geleistet, aber wieso kann ich z.B. die visuellen Effekte nur in 3 Stufen (gar nicht, medium und alles) einstellen? Ein Knopf neben den Stufen, um zu bestimmen, was darin enthalten ist, wäre doch mal praktisch. Und das zieht sich ziemlich durch alle Einstellungs-Dialoge. Aber sonst gibt es eigentlich nichts zu kritisieren.

Überrascht war ich über das “ja, es funktioniert” Gefühl. Zuletzt hatte ich das nur bei meinem Mac. Linux war immer etwas frickeliger. Aber zum Vergleich zu meinen Einstellungen unter Fedora musste ich doch erfreulich wenig konfigurieren.

Hier die komplette Liste von Besonderheiten, die ich berücksichtigen musste:

  • vi hatte komische Probleme mit meinen Cursor-Tasten. Das lag aber einfach daran, das vim-tiny installiert wird. Das lässt sich aber einfach beheben. Aber wieso ist das nicht einfach direkt mit dabei?

    Nachtrag: das liegt an einer “falschen” Voreinstellung des default vi’s. Der ist nämlich im Kompatilibitäts-Modus. Und in diesem Modus kann man die Cursor-Tasten nicht nutzen.

  • Medibuntu hinzufügen, damit man Skype und Acrobat Reader installieren kann.
  • sun-java6 installieren und openjava-java6 deinstallieren, da das sun-java6 besser funktioniert.
  • openoffice.org-java-common installieren, damit OpenOffice bei den Makros nicht mehr meckert, dass es kein Java findet
  • Microsoft Core Fonts installieren, damit ich auch alle im Web benutzten Fonts habe
  • Die Beta-Version des del.icio.us-Plugins für Firefox installieren, da Ubuntu ja leider auch die Firefox 3 Beta installiert

Daneben habe ich das Theme und den Wallpaper geändert, einige weitere Applikationen installiert und war fertig. Ich werde auch weiterhin einige KDE-Anwendungen nutzen, z.B. yakuake (da tilda kaum zu konfigurieren ist und echt hässliche Tabs hat) und Krusader, da Gnome Commander dem nicht das Wasser reichen kann.

Fedora Core 9

Geschrieben von Bodo am 15. Mai 2008

Ich habe gestern auf meinem Desktop PC mein knapp 1 1/2 Jahre altes Fedora Core 6 auf die aktuellste Version aktualisiert. Naja, ich habe es versucht.

Kurzfassung: Ich werde heute Ubuntu installieren.

Langfassung: Fedora hat sich entschieden, KDE 4 auszuliefern. KDE 4 gibt es allerdings momentan nur in einer Developer-Version, sprich: KDE 4 ist nicht für Endanwender gedacht. Zuerst dachte ich, das wäre ja eigentlich nicht so schlimm, so unfertig kann KDE 4 ja nicht sein. Aber Pustekuchen.

Meine erste Begegnung mit KDE 4 war gestern echt erschrecken. Erstmal fing es damit an, dass das Design wirkte als ob das jemand gemacht hat, der von Design keine Ahnung hat. Aber das kann ja auch die Schuld von Fedora sein, nicht von KDE. Dann ging es weiter mit einem Start-Menü das teilweise mit klick, teilweise mit Mouse-Over funktioniert und total unübersichtlich und nicht bedienbar war. Sorry, aber an DEM Startmenü müsste man noch so einiges machen. Warum z.B. wird alles in einem briefmarkengroßen Feld angezeigt? Fedora installiert sehr viele Anwendungen. Das führt dazu, das man in dem Startmenü nur 5% der Ordner/Anwendungen sieht und wild rum scrollen muss.

Als ich dann versucht habe, das Design auf etwas halbwegs brauchbares umzustellen, bin ich an der Uhr gescheitert. Die Schriftgröße der Uhr konnte ich nicht ändern. Schade, kann ich halt nur die obere hälfte der Ziffern lesen.

Dann wollte ich neue Software installieren. Leider konnte ich anscheinend nur ein Paket nach dem nächsten Installieren. Das dauerte natürlich dann ewig. Eigentlich war ich gewöhnt, erst alle Anwendungen zu markieren, die ich haben will, und dann alles in einem Rutsch installieren zu lassen.

Als letztes dachte ich mir, das die ganzen Grafik-Bugs vielleicht an dem nicht installierten original Treiber von NVidia liegen. Also habe ich mir den runtergeladen, bin in init 3 gegangen und habe den Treiber installiert. Tja, und nun habe ich ein Fedora Core 9 ohne Grafikausgabe. Ich mein ein schwarzer Bildschirm ist immer noch schöner als das, was ich vorher erleiden musste, aber schließlich will ich auf der Kiste ja auch noch arbeiten ;) .

Und deswegen werde ich erstmal Gnome mit Ubuntu probieren. Wenn ich da einen Bug finde, muss ich wenigstens nur ein Büro weiter gehen.

vi-Tasse

Geschrieben von Bodo am 30. April 2008

In meinem Eintrag über die Fingeralphabet-Tasse habe ich ja gesagt, das ich noch eine vi-Tasse brauche. Das hat sich jetzt erledigt. Ich bin nun stolzer Besitzer einer solchen Tasse.

vi Tasse

Danke, Gil ! Was das Thema Tassen angeht bin ich jetzt überglücklich. Du hast jetzt einen (kleinen) Wunsch frei :D .

Und für alle, die nicht wissen, was vi ist, gibt es einen Artikel bei Wikipedia.


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