Arte - Themenabend "Apple, Google, Microsoft und Co."

19 Apr 2007

Morgen Abend gibt es bei arte 2 Dokus zum Thema Apple, Microsoft, Google und Co.:

arte - Wer hat Angst vor Google?
20.04.2007 22:15-23:40

Auf dem Campus der Universität von Stanford begegneten sich 1995 die beiden Informatikstudenten Lawrence E. Page, genannt Larry Page, und Sergey Brin. Gemeinsam schufen sie 1998 den Prototypen einer Suchmaschine für das World Wide Web. Page und Brin gründeten dann die Firma Google Inc. Im März 2005 setzte das Forbes-Magazin Larry Page und Sergey Brin (jeweils 7,2 Milliarden Dollar) auf Platz 55 seiner Liste der "World's Richest People".

Google ist heute überall auf dem Planeten eine wichtige Informationsquelle, es ist die weltweit meist genutzte Suchmaschine, bestehend aus mehreren Milliarden vernetzter Websites und mit einer quasi unbegrenzten Speicherkapazität. Die Marke ist global bekannt, die Nutzung von Google prägt unseren Alltag und hat Eingang in unseren Sprachgebrauch gefunden.

Stéphane Osmont und Sylvain Bergère entschlüsseln in ihrer Dokumentation das Erfolgsgeheimnis von Google, zeichnen die genauen Umstände seiner Entstehung nach und werfen einen Blick ins Innere von "Googleplex", dem Firmenhauptsitz, der die Philosophie des Unternehmens widerspiegelt. Kritiker äußern sich über die Vormachtstellung von Google auf dem internationalen Markt, und weisen auf Sicherheitsrisiken im Bereich Datenschutz und die Verletzung von Autorenrechten hin.

Der amerikanische Informatiker Lawrence E. Page ist heute Präsident und Produktchef des Unternehmens. Er wurde am 26. März 1973 in Ann Arbor (Michigan) geboren. An der Universität Michigan legte er den Bachelor of Sience in Ingenieurwissenschaften und Information ab, an der Universität Stanford den Master in Informatik. Er erhielt auch ein MBA honoris causa des Instituto de Empresa in Madrid.

Page ist der Erfinder des PageRank-Verfahrens, einer Klassifizierung der Webseiten nach ihrer Beliebtheit.

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und

arte - Die Silicon Valley Story
20.04.2007 23:40-01:15

Der Fernsehfilm spielt in den Jahren, als zunehmend Computer für private Nutzungen entwickelt wurden. Die großen Rivalen waren damals Apple-Computer-Chef Steve Jobs und Microsoft-Gründer Bill Gates. Apple hatte gerade den Macintosh-Computer herausgebracht, der weitgehend auf den Forschungsergebnissen des Palo Alto Research Center von Xerox basierte. Microsoft vermarktete das Betriebssystem MS-DOS, Büro-Software wie Multiplan und zahlreiche Implementierungen der Programmiersprache BASIC. Der weltweite Erfolg von Apple II hatte die Firma Apple reich gemacht.

Für eine erfolgreiche Vermarktung benötigte ihr neuer Mac die Programme von Microsoft. Daher stellte Apple der Firma Microsoft einen Prototyp ihres Computers zur Verfügung, da Microsoft zugesichert hatte, die Software weder zu untersuchen noch zu kopieren. Doch Microsoft suchte für sein Betriebssystem MS-DOS eine grafische Benutzeroberfläche mit Fenstern und Maus. Es kam zur Konfrontation zwischen den führenden Männern der beiden Unternehmen.

Dem Film wurde mehrfach vorgeworfen, er ergreife für Apple Partei. Doch die Fakten werden wahrheitsgetreu wiedergegeben, und Steve Jobs wird ebenso aufs Korn genommen wie Bill Gates. Die Basis des Films bilden Aussagen von Zeitzeugen, die bei der Gründung der beiden Unternehmen und ihrer wachsenden Konkurrenz wichtige Rollen spielten und heute berühmte Mitglieder des Mikrokosmos von Silicon Valley sind. Steve Wozniak, eine der zentralen Figuren, bestätigt auf seiner Website, dass "Die Silicon Valley Story" die Tatsachen größtenteils zutreffend wiedergibt. Manche Details und Ereignisse seien zwar vereinfacht dargestellt oder stark ausgeschmückt worden, doch den Filmfiguren bescheinigt er große Originaltreue.

In einer der Hauptrollen glänzt Noah Wyle, bekannt aus der US-Serie Emergency Room, als charismatischer Steve Jobs.

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